Islamismus & Terror

Buchtipp: Hamed Abdel-Samad: Das Projekt „Integration“ ist gescheitert

7. Mai 2018

Es gibt wenige deutsche Publizisten, die wirklich mutig sind. Die Anti-Rechts-Mafia, nein, sie ist nicht „mutig“. Sie erntet Preise, Gehälter, fette Posten. Wirklich mutig – das sind Leute wie Hamed Abdel-Samad. Für diesen Mut muss er bezahlen. Polizeischutz, Verleumdung durch linke Medien, Gefährdung durch radikale Moslems. Warum?

Weil Abdel-Samad den Finger in die Wunde legt, wenn es um Themen wie Islam, Multikultur oder Integration geht. Und: Weil er es nicht polternd tut, sondern fundiert und eloquent. Kurz: Abdel-Samad ist eine Luxuswaffe im Kampf gegen Verblödung durch den Mainstream.

Das beweist auch sein neues Buch. „Integration. Ein Protokoll des Scheiterns“. Man muss hoffen, dass es wie sein Mohammed- und Koran-Buch ein Bestseller wird!

Seine Ausgangsbasis in Bezug auf „Integration“ in Deutschland ist schlüssig: „Nach all den Bemühungen, Konferenzen und Integrationsprojekten sind vor allem der politische Islam und die Kultur des Patriarchats in Deutschland gut integriert, und das mit staatlicher und kirchlicher Unterstützung.“

Abdel-Samad wählt eine übersichtliche Gliederung. Zuerst beschreibt er den Zustand der Integration und trennt Fakten von Mythen. Danach beschreibt er, wie bei ihm – er wurde 1972 in Ägypten geboren – Integration noch aussah und wie sie heute ist.

Diese Passage ist herausragend und für jede Argumentation eine Schatzgrube. Denn Migration damals und heute – das sind zwei paar Stiefel, wie jeder bestätigen kann, der die Gastarbeiter aus Italien mit den „Flüchtlingen“ von heute vergleicht.

Dann geht Abdel-Samad zur Analyse über: Wo wurden die Weichen falsch gestellt, welche Wendepunkte gab es? Wie entstanden No-Go-Areas und wer trug dazu bei? Wie ist es um unsere Sicherheit bestellt? Welche Islamgruppen sind auf dem Vormarsch?

Ohnehin: Islam. Abdel-Samad kennt die Ideologie in und auswendig. Er untersucht daher in einem Kapitel das Kopftuch als Symbol der Unterdrückung und weist nach, dass die vermeintliche Freiheit vor allem Zwang bedeutet. Aber auch Salafismus und andere Erscheinungen des radikalen Islam in Deutschland werden dem Leser verständlich und deren Vernetzungen deutlich gemacht.

Dann geht der Autor auf eine wichtige Sache ein: Wieso sind die einen Migrantengruppen besser integriert als andere? Er untersucht Wertesysteme der Herkunftsgesellschaften und zeigt Unterschiede auf.

Besonders hervorhebenswert sicherlich das Ende des Buches. Abdel-Samad wagt eine positive Prognose und eine negative. Wir wollen aber nicht zu viel verraten, denn dieses Buch sollte jeder gelesen haben, der künftig über Integration und Assimilation, Islam und Multikulti diskutieren möchte.

Bestellinformationen:

» Hamed Abdel-Samad: „Integration. Ein Protokoll des Scheiterns“, 19,99 €, hier versandkostenfrei bestellen.