Trauer in Bad Kreuznach (Foto: Privat)
Politik

Bad Kreuznach: Integrationsbeauftragte nennt Trauer für Baby-Mordopfer „Sensationsgehasche“

16. Januar 2019

Bad Kreuznach – Das bestialische Verbrechen eines afghanischen Asylbewerbers an einem beinahe neugeborenen Kind und der hochschwangeren Mutter schlägt dank der AfD und der Reaktion der Gegenöffentlichkeit inklusive soziale Netzwerke hohe politische Wellen. Wie die Mainzer Allgemeine Zeitung mitteilt, verkündete die SPD-Bürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer am Dienstagnachmittag, „man wolle das Thema sowie die Trauerarbeit nicht der AfD überlassen. Mit CDU-Landrätin Bettina Dickes wird es daher am Freitag, 18. Januar um 16 Uhr, auf dem Kornmarkt eine Gedenkstunde für das getötete ungeborene Kind geben.“

Doch die einzige Oppositionspartei gegen Migrantengewalt, die bereits kurz nach der abscheulichen Tat Flagge zeigte und auch zu einem kurzen Gedenken den Tatort St. Mariawörth aufsuchte, hat längst für Donnerstag, 17. Januar, eine Trauerveranstaltung geplant. Sie findet um 18 Uhr auf der Kirschsteinanlage statt. Auch politisch ist die AfD längst aktiv geworden. So forderte sie bereits vorgestern die Staatsanwaltschaft dazu auf, den Anklagepunkt „vollendeter Schwangerschaftsabbruch“ durch „Tötung eines Kindes“ in Tateinheit mit „Mordversuch an der Mutter“ zu ersetzen.

„Unser Mitgefühl gilt der Mutter, die durch die Hand eines illegal eingereisten Asylsuchenden ihr kurz vor der Entbindung stehendes Baby auf grausame Weise verloren hat.“, heißt es auf der Facebookseite.

Ganz andere Töne, die an Zynismus nicht mehr zu toppen sind und deutlich Richtung Stockholmsyndrom deuten, sind von Annette Bauer, Vorsitzende des Integrationsbeirats, zu hören. Sie spricht im Bericht der Mainzer AZ im Hinblick auf die Trauerfeier der Stadt von „Sensationsgehasche“. Ihre größte Sorge: Die Veranstaltung der Oberbürgermeisterin könne der AfD in die Hände spielen. Und dann setzt sie noch einen drauf und meint im Hinblick auf das inflationäre afghanische Täterprofil (Freiburg, Kandel, Darmstadt, Steyr….) „Täter sind Täter“. Nationalität spiele da keine Rolle. Da ist sie wieder. Die linke „Unfähigkeit zu trauern“, die jene heutigen Protagonisten einst den Nazi-Eltern unterstellten. Mittlerweile sind sie selbst von diesem deutschen Verdrängungsvirus infiziert.

Inzwischen kommen immer widerwärtigere Details zum Mord ans Tageslicht. So war die Frau wohl mutmaßlich vor dem Afghanen geflohen, denn sie war in einem Bad Kreuznacher Frauenhaus untergebracht. Woher wusste der Täter von ihrem Aufenthalt im Krankenhaus? Und warum hat sie niemand vor dem heimtückischen Mordanschlag geschützt? Dazu will die Leiterin nichts sagen. Das sei mit der Polizei so abgesprochen. Nach Informationen der Zeitung kläre man mit den Klientinnen im Frauenhaus im Vorfeld ab, ob man die Klinik über eine mögliche Bedrohung durch den Expartner informiert. „Ob das im konkreten Fall geschehen sei, will Wolf nicht mitteilen“, so die Mainzer Allgemeine.

Es wird also noch viel Wasser die Nahe hinabfließen – trübes, schmutziges Wasser – ehe die gesamten Details der bestialischen, menschenverachtenden und frauenverachtenden, aber ebenso kulturtypischen Tat, ans Tageslicht kommen. Bereits jetzt sind schon die Relativierer, Banalisierer, Täterschützer und schizoiden Verdränger am Start, die statt Mitgefühl für die Mutter und Abscheu vor dem Täter nur eins haben: Die Angst vor dem nächsten Urnengang. Und in diesen Urnen befinden sich keine Kinderleichen, sondern Stimmzettel. (KL)

 


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