Politik

„Königin“ Petra und der Verfall der Sitten

23. März 2019

Erinnern Sie sich noch an den Fall „Petra Hinz“ aus Essen? Die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Ziehkind meines ehemaligen Chefs Otto Reschke (SPD)?

Die Dame ist eine falsche Juristin und mir wohlbekannt. In den Wahlkreiskonferenzen in Stenden am Niederrhein, wo der Alkohol in Strömen floss und wohl so mancher Nachwuchssozi entstand, war auch die Frau aus Essen immer anwesend. Groß palaverte sie von ihrem angeblichen Jurastudium und umgarnte dabei die Herren Sozen. Die lagen ihr zu Füßen – und ließen sie fallen wie die berühmte heiße Kartoffel. Darüber berichte ich auch in meinem Buch „Volksverräter SPD“ was zum kostenlosen Download auf dieUnbestechlichen.com bereit liegt.

Inzwischen ist die Dame von der Bildfläche verschwunden und aus der SPD ausgetreten. Damit ist die Story aber noch nicht zu Ende, denn es gibt noch mehr falsche Fuffziger in den Reihen der Sozis. Dazu soll auch eine Kreistagskandidatin der SPD gezählt haben, die sich ebenfalls als nicht Studierte entpuppte und so die Wähler angeblich getäuscht hat.

Und da ich immer noch Verbindungen zur inneren Opposition der SPD habe, kommen mir die Informationen tröpfchenweise auf den Tisch. Im Fall Hinz soll die „Herrin“ ihre Angestellten wenig kollegial behandelt haben, bis die Bombe in der Öffentlichkeit platzte. Da stand Frau „Doktor“ plötzlich im Hemd da.

Nun kann man der Meinung sein, es handele sich dabei um olle Kamellen, die nicht wieder aufgewärmt werden sollten. Da wäre aber noch der Fall Petra Fischer, die wohl Jura nach eigenen Angaben studiert hat, sich als Anwältin ausgab, aber in diesem Beruf nicht tätig gewesen sein soll. Jaja, die Petras, die geben zu denken.

Zudem hat sich im Willy-Brandt-Haus eine Art innere Opposition gebildet. Im SPD-Hauptquartier in Berlin geht es derzeit hoch her. Wie gut unterrichtete Kreise berichten, herrscht dort ein rauher Ton von der Spitze bis zum Pförtner. Grund sind die Aussichten auf die Europawahl, bei der sämtliche sozial-„demokratischen“ Parteien mit herben Verlusten rechnen müssen. Wie berichtet wird, soll Andrea Nahles wie eine Furie reagieren. Kein Wunder, denn die Aussichten für sie und „Mister 100 Prozent“ aus Würselen bei Aachen sind sehr trüb. Der mächtige Landesverband aus Nordrhein-Westfalen hat bereits seine Bedenken angemeldet und die Verbände aus dem Osten der Republik ebenso.

Was die Sozen bei dieser Wahl erwartet, ist ein Fiasko. Deswegen hat sich eine innere Opposition gebildet, die Pläne zum Sturz der Führungsriege schmiedet, heißt es. Die bei den Mitgliedern unbeliebte Andrea Nahles und ihre Helfer sollen entmachtet werden – ein Prozess, der kurz bevorsteht. Die Basis kocht. Die hilflosen Versuche der SPD, innerhalb der Bundesregierung eine Art Opposition zu bilden, sind längst gescheitert, weil sie nicht ernsthaft betrieben wurden. Der Machtverlust steht kurz bevor und bei den Sozen rauft man sich die Haare.

Inzwischen scheint die CDU die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und gibt sich einen konservativeren Anstrich. Das ist wohlgemerkt nur ein Anstrich, in die Tiefe geht er (noch) nicht. Erst wenn Merkel weg ist, wird sich da wohl was ändern. Wir warten geduldig ab.

Unterdessen scheint die SPD nicht mehr an sich selber zu glauben und lässt die Flügel inzwischen hängen. Die SPD hat fertig!


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