Google ent­fernt Web­sites über Natur­heil­kunde aus seinen Such­ergeb­nissen – ein Whist­leb­lower sagt, wie und warum

Anfang dieses Monats ent­fernte Google in einem ver­nich­tenden algo­rith­mi­schen Schlag viele der wich­tigsten Web­sites über natür­liche Medizin und Ent­schei­dungs­freiheit in Gesund­heits­fragen aus seinen orga­ni­schen Such­ergeb­nissen – einige ver­loren bis zu 99 Prozent ihrer Besucher. Eigentlich sollte der Begriff »orga­nisch« (organic) für die Such­ergeb­nisse von Google nicht mehr ver­wendet werden – so die Ergeb­nisse einer Under­cover-Unter­su­chung durch Project Veritas, bei denen einem die Sprache weg­bleibt: Google mani­pu­liert heimlich seine Such­ergeb­nisse und auto­ma­ti­schen Tex­ter­gän­zungen, um sich an eine sehr spe­zielle Reihe gesell­schafts­po­li­ti­scher und wirt­schaft­licher Agenden anzu­passen, die darauf abzielen, die Tref­fer­auswahl zu mani­pu­lieren und private Inter­essen zu fördern.

Wir leben in einer ganz erstaun­lichen, wenn auch inten­siven Zeit mit unglaub­lichen Dunkel- und Lichtzonen.
Doch dank der Macht des Internets genießen wir einen Grad der Infor­ma­ti­ons­freiheit, den vor uns keine Generation hatte – und diese Infor­ma­tionen sind das Lebens­elixier demo­kra­ti­scher Ideale und not­wendig für infor­miertes Ein­ver­ständnis und freie Ent­schei­dungen in Gesund­heits­fragen, unsere wich­tigsten Fürsprecher.
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Aber was pas­siert, wenn die Tor­hüter der Infor­ma­tionen, die durch diese unglaub­liche Erfindung fließen, wie Facebook und Pin­terest, bestimmte Nutzer oder Inhalte zen­sieren oder sperren – oder es unmöglich machen, via E‑Mail-Mar­keting-Platt­formen wie Mail­chimp Nach­richten zu ver­schicken, wie wir vor Kurzem bei GreenMedInfo.com erleben mussten? Wohin wenden wir uns dann, um uns zu informieren?
Warum nicht die Fil­terung der Social Media und die Zensur der E‑Mail-Platt­formen umgehen und zu Google zurück­kehren?, könnten Sie sich fragen. Ist Google nicht der Archetyp und das moderne Orakel von Fairness? Ist Google nicht längst zum Synonym für das Suchen und Finden objek­tiver Ant­worten geworden? 
Würden Sie nicht erwarten, dass GreenMedInfo.com an erster Stelle erscheinen würde, wenn Sie nach »Kurkuma« suchen, da wir über die weltweit größte Open-Access-Res­source zu diesem Thema ver­fügen, die über 2700 Peer-Review-Studien zu diesem Thema enthält, die wie­derum für über 800 Krank­heiten relevant sind? Doch während vor einigen Jahren noch unser Such-Traffic wuchs, ist es heute so, als ob wir im Internet nicht mehr exis­tieren (es sei denn, Sie suchen gezielt nach uns mit Namen).
Statt­dessen finden Sie heute an erster Stelle der Google-Ergeb­nisse über Kurkuma z. B.: »Kurkuma ist viel­leicht doch kein Wun­der­gewürz« von Time.com oder »Kurkuma: Anwen­dungs­ge­biete, Neben­wir­kungen, Wech­sel­wir­kungen, Dosierung und Warn­hin­weise« von WebMD.com, die einen Großteil der For­schungs­ar­beiten, die wir zusam­men­ge­tragen haben, igno­rieren und Kurkuma so aus­sehen lassen, als sei es nur ein wei­teres Medi­kament, das Sie sehr vor­sichtig ein­nehmen müssen. 
Anscheinend geschieht das mit völ­liger Absicht! Am 3. Juni führte Google tat­sächlich seine neueste Kern-Algo­rith­mus­än­derung ein, die die orga­ni­schen Such­ergeb­nisse für die Mehrheit der Top-Sites im Bereich der natür­lichen Gesundheit und der För­derung der Ent­schei­dungs­freiheit in Gesund­heits­fragen unter den Teppich kehrt. Auf Web­sites wie DrAxe.com, Kellybroganmd.com (Sta­tis­tiken im Bild unten) und Naturalnews.com war über Nacht der größte Teil ihres Traffics verschwunden. 

Mercola.com, die viel­leicht am stärksten betroffene Website, hat die Geschichte in einem zwei­tei­ligen Bericht gemeldet: »Google begräbt Mercola in seinem neu­esten Such­ma­schinen-Update, Teil 1 und 2.«
https://youtu.be/LT4x9OBMcjA
Mercola.com ist seit Jahr­zehnten eine Quelle für ent­hül­lende Infor­ma­tionen über Big-Pharma- und Big-Tech-Absprachen, da ist es nicht ver­wun­derlich, warum Google diese Maß­nahme gegen Platt­formen wie die von Dr. Mercola ergreift. Tat­sächlich gab es Anzeichen für die bevor­ste­hende Säu­berung schon 2016, als Gla­x­oS­mit­h­Kline einen Vertrag über 715 Mil­lionen Dollar unter­zeichnete, um mit Google zusam­men­zu­ar­beiten, und es zu wei­teren Part­ner­schaften mit Phar­ma­un­ter­nehmen wie 2019 mit Sanofi kam. Die Dach­ge­sell­schaft von Google, Alphabet, hat stark in ein Impf­stoff­un­ter­nehmen, Vac­citech, inves­tiert, das von Wis­sen­schaftlern der Oxford Uni­versity gegründet wurde. Google ist anscheinend zu einer Pay-to-Play-Insti­tution geworden und hat eine spe­zi­fische gesell­schafts­po­li­tische und wirt­schaft­liche Agenda, die direkt in ihre Such­al­go­rithmen inte­griert ist. 
Erstaun­li­cher­weise ver­öf­fent­lichte ein inves­ti­ga­tiver Reporter namens James O’Keefe, Gründer von Project Veritas, am selben Tag des Mercola-Berichts, dem 24. Juni, ein Under­cover-Video mit einem Top-Google-Füh­rungsmann und Whist­leb­lower, in dem dar­gelegt wird, wie das Unter­nehmen die Such­ergeb­nisse mani­pu­liert, um Auswahl unan­ge­messen zu beein­flussen, und wie es nach Orwell’scher Manier mit auto­ma­ti­schen Tex­ter­gän­zungen, Such­ergeb­nissen und Google-News-Aggre­gator-Feeds, die von Mil­li­arden Men­schen täglich ver­wendet werden, mani­pu­liert. Dieses Video ist ein Muss und wurde von YouTube (im Besitz von Google) umgehend ent­fernt – dies bestärkt noch einmal, wie sehr Google ver­hindern will, dass diese Infor­mation nach außen dringt. (Update vom 26. Juni, 20:12 Uhr: Vimeo löschte das Video und schloss sich somit der Zensur von Google und YouTube an – ein wei­terer Beweis dafür, wie ver­nichtend dieses Video ist. Unten sehen Sie die Meldung, die erscheint, wenn man das Video auf Vimeo auf­rufen möchte.) 

Eine Back-up-Kopie des Videos befand sich auf der Website von Project Veritas, siehe unten: 

Vimeo gab dem Project-Veritas-Team die nach­fol­gende Erklärung für die Ent­fernung des Videos. Urteilen Sie selbst, ob ihre Begründung gerecht­fertigt ist oder nicht.
Sehr geehrtes Project Veritas,
Ihr Account wurde wegen Ver­letzung unserer Richt­linien von Vimeo-Mit­ar­beitern entfernt.
Begründung: Sie dürfen keine Videos mit gehäs­sigem, dif­fa­mie­rendem oder dis­kri­mi­nie­rendem Inhalt hochladen.
Weitere Infor­ma­tionen über unsere inhalt­lichen und gesell­schaft­lichen Richt­linien finden Sie auf https://vimeo.com/guidelines.
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Falls dies Ihrer Meinung nach ein Irrtum ist, ant­worten Sie bitte bald­mög­lichst auf diese Nach­richt. (Sie müssen aber wissen, dass Vimeo-Mode­ra­toren immer tätig werden, wenn wir Ver­stöße bemerken. »Ich habe gesehen, dass andere das auch tun« ist keine gültige Erklärung.)
Ande­rer­seits wün­schen wir Ihnen, dass Sie eine andere Video­plattform finden, die Ihren Bedürf­nissen eher entspricht.
Mit freund­lichen Grüßen
Vimeo-Personal 
Das Timing dieses Videos könnte für Google gar nicht schlimmer gewesen sein. Wie das Wall Street Journal am 24. Juni meldete, bereitet das Jus­tiz­mi­nis­terium eine Anti-Trust-Anklage gegen Google vor. Zudem stellte Senator Josh Hawley (Repu­bli­kaner, Bun­des­staat Mis­souri) am 19. Juni die Senate Bill 1914 vor: »Dies ist ein Gesetz­entwurf zur Änderung des Com­mu­ni­ca­tions Decency Act, um Anbieter inter­ak­tiver Com­pu­ter­dienste zu einer poli­tisch neu­tralen inhalt­lichen Mode­ration zu ver­pflichten.« Dies würde Big-Tech-Unter­nehmen die Immu­nität nehmen, die sie derzeit bei Rechts­strei­tig­keiten wegen genau der Art von poli­ti­scher Mani­pu­lation genießen, die im Video des Project Veritas ange­prangert wird.
Bis Google für seine Hand­lungen zur Rechen­schaft gezogen wird und es eine Bran­chen­reform gibt, wird es schwierig sein, Googles all­um­fas­sende Dominanz (Gmail, Google, YouTube, Google Calendar, Google Docu­ments etc.) zu umgehen, es sei denn, wir finden bessere, daten­schutz­rechtlich gesi­cherte Platt­formen. Und es gibt einige, von denen Sie viel­leicht noch nichts gehört haben, dar­unter die Alter­na­tiven des Inter­net­browsers zu Google Chrome, wie Brave Browser und Opera, Such­ma­schinen wie Startpage.com, duckduckgo.com oder ecosia.org und E‑Mail-Pro­gramme wie protonmail.com. Sie können auch die Kom­mu­ni­ka­tions-App Signal ver­wenden, die eine Ver­schlüs­se­lungs­stufe bietet, die viel­leicht die beste auf dem Markt ist.
Schließlich ist dieser News­letter eine der wenigen Ret­tungs­leinen, die Men­schen in Zukunft benö­tigen, um unsere Infor­ma­tionen zu erhalten. Und wir emp­fehlen Ihnen sehr, anderen davon zu erzählen. Sie können auch mein kürzlich ver­fasstes »Founder’s Statement about Recent Cen­sorship Events« lesen, um ein bes­seres Gefühl für den Kontext dessen zu gewinnen, was uns und ähn­lichen Pro­jekten geschieht. 

NACHTRAG: EIN TEST DER HYPO­THESE, DASS GOOGLE DIE SUCH­ERGEB­NISSE MANIPULIERT

Um zu über­prüfen, ob die Anschul­di­gungen von O’Keefe gegen Google korrekt sind und Google tat­sächlich Auto-Vor­schläge für Such­be­griffe mani­pu­liert, habe ich bei Google »Vac­cines cause …« (»Impf­stoffe ver­ur­sachen …«) ein­ge­geben, um zu sehen, welche Vor­schläge ich bekommen würde. Das ist das Ergebnis: 

Um fest­zu­stellen, wie hoch das tat­säch­liche Such­vo­lumen für den frag­lichen Begriff ist, haben wir uns für ein anderes Google-Produkt namens Google Trends ent­schieden, mit dem Sie das Volumen und wonach die Men­schen im Lauf der Zeit suchen, ein­sehen können. Also haben wir die Such­an­fragen ver­glichen: »Vac­cines Cause Adults« mit »Vac­cines Cause Autism«. Sie werden die großen Unter­schiede im Volumen der beiden sehen – zugunsten der Letzteren. 

Erstaun­li­cher­weise sagt Google, dass die auto­ma­ti­schen Vor­schläge »Pro­gnosen, keine Emp­feh­lungen« seien. Hier das offi­zielle Statement:
Sie werden fest­stellen, dass wir diese auto­ma­ti­schen Tex­ter­gän­zungen (Auto­com­plete) »Pro­gnosen« und nicht »Emp­feh­lungen« nennen, und das aus gutem Grund. Auto­com­plete wurde ent­wi­ckelt, um Men­schen dabei zu helfen, eine Suche abzu­schließen, die sie beab­sich­tigen, und nicht, um neue Suchen vor­zu­schlagen, die durch­ge­führt werden sollen. Dies sind unsere besten Pro­gnosen für die Abfrage, die Sie wahr­scheinlich wei­terhin ein­geben werden.
Wie kommen wir auf diese Pro­gnosen? Wir schauen die realen Such­an­fragen an, die bei Google statt­finden, und zeigen all­ge­meine und trend­förmige Such­an­fragen, die für die ein­ge­ge­benen Zeichen relevant sind, aber auch im Zusam­menhang mit Ihrem Standort und frü­heren Suchanfragen. 
Dies zeigt deutlich mit Googles eigenen Angaben, dass sie absichtlich bestimmte auto­ma­tische Vor­schläge aus ihrer Suche ent­fernen, um die Wahrheit darüber zu ver­tu­schen, wonach die Leute tat­sächlich suchen. Dies bestätigt auch die Hypo­these, dass sie Web­sites zen­sieren, die Impf­stoffe kri­ti­sieren oder die die Sicherheit von Impf­stoffen infrage stellen – allen voran Web­sites, die natür­liche Medi­zin­systeme und die Ent­schei­dungs­freiheit in Gesund­heits­fragen pro­moten, wie eben unsere eigene.
Hier weitere Ergeb­nisse von Googles Autocomplete-Funktion: 

Quelle: Green­MedInfo