Gesundheit, Natur & Spiritualität

Island: Impf-Europameister – die Geimpften sind Infektionsmeister

17. September 2021

„Manche Virologen sprechen von einer Warnung für Deutschland. Obwohl in Island europaweit am meisten Menschen gegen Covid-19 geimpft sind, etwa 80 Prozent der Erwachsenen, erlebt die Insel die bisher schlimmste Infektionswelle während der Pandemie“, schreibt  das Systemmedium SWR. Und bei den über 90Jährigen liegt die Impfquote deutlich über 90 Prozent. Und doch infizieren sich Hunderte, geimpft und ungeimpft, wobei die Geimpften weit in der Überzahl sind.

Der SWR lässt sich aber die Freude am Impfen nicht verderben:

„Das alleine ist noch kein Grund zur Beunruhigung, weil durch die Impfungen nicht alle Infektionen verhindert werden können. Doch auffällig ist, dass sich in Island in den vergangenen Wochen vor allem die 18- bis 29-Jährigen infiziert haben, obwohl etwa 80 Prozent der jüngeren Altersgruppe den vollständigen Impfschutz haben; vergleichsweise viele haben dafür nur eine Spritze erhalten. So sind auffällig viele von den 18- bis 29-Jährigen mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson geimpft worden – ein möglicher Hinweis, dass der Vektorimpfstoff weniger Infektionen mit der Delta-Variante verhindern könnte.“ 

Wie nennt man das, wenn jemand unbedingt an einen mit nichts zu belegende Ursache-Wirkung-Zusammenhang glauben will und alles in diese Richtung interpretiert, selbst, wenn es vollkommen unlogisch ist? Das nennt man im Volksmund „Aberglaube“.

Nicht nur, dass es eine Frechheit ist, bei dem Ausmaß an Infektionen Geimpfter von „nicht alle Infektionen verhindert werden können“ zu sprechen. Es ist das Merkmal einer Impfung, vor der Infektion zu schützen – bis vielleicht auf ganz wenige Ausnahmen. Davon kann hier keine Rede sein. Der Impfstoff schützt ja nicht einmal vor der Weiterverbreitung.

Besonders dreist ist es, einfach so zu tun, als seien die jungen Leute ja auch bisher immer ein bedeutender Teil des Infektionsgeschehens gewesen. Das waren sie nicht, und das geben sie ja selber hier zu. Plötzlich sind die 18-29Jährigen in großer Zahl infiziert, obwohl sie bisher kaum am Infektionsgeschehen teilhatten. Das kann aber keinesfalls aufgrund des Impfstoffes sein. Neeiiiiinnn! Es ist – warum auch immer man auf diese Idee kommt – ein möglicher Hinweis, dass der Verktorimpfstoff die Delta-Variante nicht ganz soooo gut verhindern kann. Und so schwurbelt man in dem Beitrag lustig weiter, um ja nicht zugeben zu müssen, das schlicht und einfach seit der Impfkampagne die „Inzidenzen“ explodieren.

Hier erst einmal die Anzahl der Infektionen pro Tag seit dem 1. Januar 2021 bis zum 10 September 2021. Man beachte: Obwohl die Covid-Saison, wie alle infektiösen Krankheiten ihr Hoch in den kalten, dunklen Wintermonaten hat – und auf Island IST es SEHR kalt und SEHR dunkel im Januar! – sehen wir kaum Infektionen bis man die Eindämmungsmaßnahmen wegen der erreichten Herdenimmunität von 74% Geimpfter und mitten im Sommer, im Juli aufhob. Eine Zeit, wo normalerweise Infektionskrankheiten keine Chance haben.

Die Herdenimmunität sei erreicht, meinte damals der Landesepidemiologe Thorolfur Gudnason. Das Coronavirus könne zwar gelegentlich noch in kleineren Gruppen auftreten, aber mit einem landesweiten Ausbruch rechnete er nicht mehr. Als die Isländer am 26. Juni ihren „Freedom Day“ feierten, hatten bereits 87 Prozent der Einwohner über 16 Jahre ihre erste Spritze erhalten, 60 Prozent waren vollständig geimpft.“

Und angesichts der Statistik kann man wohl behaupten, dass das ein Irrtum war. Der Anstieg ist mehr als nur signifikant. Bis zu 160 Neuansteckungen/Tag. Im Januar waren es etwa 5-15 Ansteckungen pro Tag.

Und nun einmal die Statistik zum Verhältnis geimpft und ungeimpft:

Unübersehbar: Bis zum Juli gab es kaum Infektionen und die, die es gab, waren ausschließlich Geimpfte (fully vaccinated)! Es sind fast nur blaue Säulen! Dann erst kommen in paar kleine, orange Ungeimpften-Spitzchen obendrauf auf den blauen Geimpfte-und-Infizierten Säulen zum Vorschein. Was heißt das? Es bedeutet, dass die Ungeimpften eine Woche später nach den Geimpften die ersten Infektionen im Sommer zeigen. Es liegt nahe zu vermuten, dass die Geimpften einige Ungeimpfte angesteckt haben.

Anfangs noch, zwischen 9. Juli bis zum 19. Juli sieht es noch recht gemäßigt aus. Dann, im gebührenden Abstand nach der Erreichung der Herdenimmunität bricht die Infektionswelle los. Wie gesagt, im besten Sommerwetter. Und hier sehen wir, dass die Geimpften deutlich in der Überzahl zu den Ungeimpften sind. Etwa 74% der Isländer sind geimpft, ja. Aber das darf eigentlich nicht heißen, dass sie auch die Mehrheit der Infizierten stellen. Wozu impft man denn?

Wenn von 160 Infizierten vielleicht 32 Geimpfte wären, die 74% der Bevölkerung stellen aber nur 20% der Infizierten und die anderen 25% der Ungeimpften stellten 80% der Infizierten, dann wäre der Impfstoff zwar auch nicht wirklich sicher, aber doch einigermaßen.

Wenn aber, wie beispielsweise am 4. August das Verhältnis der absoluten Zahl der ungeimpften Infizierten zu den geimpften Infizierten 40:100 beträgt, bedeutet das im prozentualen Verhältnis Ungeimpfter zu Geimpften 28,5:71,5. Das spiegelt ziemlich genau das Verhältnis der Bevölkerungsanteile Ungeimpfter zu Geimpften wider – mit einem sehr kleinen Vorteil der Geimpften.

Der Schutz der Geimpften ist also ein Märchen.

Aber sie glauben es, und sie müssen ja auch für ihre Heldentat belohnt werden. Also dürfen die Geimpften überall hin, alles machen und werden überall hofiert, belohnt und reingelassen, dürfen dicht an dicht sitzen in Restaurants, Bars, Kinos, Konzerten. Und infizieren sich ungewollt und unwissend gegenseitig.

Also feierte das geimpfte Island das Erreichen der Herdenimmunität, nachdem man 15 Monate lang den unfreiwilligen Maskenball über sich ergehen hatte lassen, das Abstandhalten, die Restriktionen. Gebracht hatte es nicht viel. Als die Maßnahmen wegen Herdenimmunität aufgehoben wurden zeigte sich: Es hatte alles nichts, aber auch gar nichts gebracht, es war sogar schlimmer als je bisher, und es sieht auch nach den Erkenntnissen des isländischen Gesundheitsministeriums aus. Die Isländer, Europameister im Impfen hatten am 9. August eine Inzidenz von 433,6 auf 100.000. Das ist knackig und das Ergebnis einer beispiellosen Impfaktion. Herdenimmunität? Glückwunsch!

Die isländischen Medien meldeten am 3. August, dass am Vortag 35 Krankentransporte von schwereren Verläufen angefordert wurden. Da Island solche Verhältnisse kaum kennt, mussten die Feuerwehren mit eingespannt werden. Die Covid-Pressekonferenzen warteten jeden Tag mit neuen Rekordzahlen auf, die jene aus der Zeit vor den Impfungen bei Weitem überstiegen.

Und da es auf Island wenig andere Einflüsse gibt und wenig Touristen oder Einwanderer, und auch die heimkehrenden Isländer von Auslandsreisen waren ja schließlich fast komplett doppelt geimpft … kam man dort in der Regierung auch nicht umhin, die Karten auf den Tisch zu legen. Landesepidemiologe Thorolfur Gudnason, ist enttäuscht. Und man sieht sich gezwungen, in der Corona-Eindämmungspolitik die Rolle rückwärts zu machen. Von Herdenimmunität spricht niemand mehr. Das ist ein Reizwort, mit dem man die gelassenen Isländer mittlerweile auf Hundertachtzig bringt. Die Frustration ist groß. Aber es führt kein Weg dran vorbei: Auch die doppelt Geimpften und Genesenen müssen jetzt überall einen negativen Test vorlegen.

Auf Island ist es jetzt der Welt vorgeführt worden:

1. Geimpfte sind NICHT geschützt. Der Unterschied zu Ungeimpften ist verschwindend gering.

2. Geimpfte stecken andere an. Umso mehr, als sie nicht getestet werden und glauben, „sauber“ zu sein und weder sich selbst noch andere anstecken zu können, was nachweislich nicht so ist. Das sagt auch Thorolfur Gudnason.

3. Es ist deshalb ein Fehler, Geimpften einen Sonderstatus mit allen Rechten zu geben, sie sind die unwissenden Superspreader.

4. Es kursiert aber auch immer noch der Mythos, dass Geimpfte kaum schwere Verläufe haben. Ein Blick auf die vollen Kliniken in Israel und Großbritannien zeigt, dass auch das nicht stimmt. Auch in den Kliniken sind die Geimpften in der Überzahl. Das darf nur (noch) nicht bekannt werden und das Personal wird zum Schweigen verdonnert.

Diese Fakten spiegeln sich auch in der unteren Grafik wider. Je höher der Anteil der Geimpften in einem Land, umso mehr steigen die Infektionszahlen. Israel hält ungebrochen und wacker auf die eine Inzidenz von 600 zu.

Wie lange noch wollen uns die Politiker und Medien und die das böse Spiel mitspielenden Ärzte mit Zahlenkunststücken und Interpretationsklimmzügen täuschen? Wie lange noch wollen sie Kritiker mundtot machen? Wie viele Jahre soll das Spiel noch weiter so gehen?