Es sind unglaubliche Szenen, die schon seit dem Frühjahr – erst in den Medien wie Telegram, aber später auch in pro-Trump-Portalen und dann in der Presse aufgetaucht sind, weil es nicht mehr versteckt werden konnte. Szenen, die in Quentin-Tarantino-Filme passen könnten: Joe Bidens Sohn Hunter Biden raucht splitternackt Crack, hantiert mit einer Waffe herum und ist mit mehreren ebenso nackten Frauen zugange. Auf seinem ausgewerteten Laptop sollen richtig kranke Szenen zu sehen sein. Die Korruptheit der Bidens ist legendär. Das alles soll in dem jetzt herauskommenden Film „My Son Hunter“ (Mein Sohn Hunter) zu sehen sein. Der Trailer ist schon online.
Hunter Biden ist das tiefschwarze Schaf der Biden-Familie. Was auf seinem Laptop gefunden wurde an Entgleisungen stellt jeden spätrömischen Kaiser in den Schatten. Aber auch Vater Biden, der amtierende US-Präsident, hat anscheinend heftig Dreck am Stecken. Die eigene Tochter Ashley schreibt in ihrem veröffentlichten Tagebuch Dinge, die auf einen sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit und auf Drogen schließen lassen.

„Wurde ich belästigt? Ich denke schon – ich kann mich nicht an Einzelheiten erinnern, aber ich erinnere mich an ein Trauma.“ … „Duschen mit meinem Vater, was wahrscheinlich nicht angemessen war.“
Das Tagebuch sollte eigentlich gegen Ende der letzten Präsidentschaftswahl 2020 öffentlich gemacht werden, aber natürlich wurde immenser Druck aufgebaut, und es wurde nichts daraus. Aber die brisanten Stellen machten trotzdem in den Sozialen Medien und den Webseiten die Runde.
Jetzt, im Vorfeld zu den Midterm-Wahlen, die in den USA immer zwei Jahre nach der Präsidentenwahl abgehalten werden, kam der Hunter-Biden-Film nun gar nicht gut. Allen Umfragen nach wird die Zufriedenheit der Wähler mit ihrem Präsidenten sehr überschaubar sein. Das führt nicht notwendigerweise zu einem Rücktritt von Joe Biden, aber je nachdem, wie katastrophal das Bürgervotum ausfällt, könnten die Demokraten ihn dezent aus „Krankheits- und Altersgründen“ aus dem Rampenlicht ziehen und durch den Vizepräsidenten Kamala Harris ersetzen. Das wäre durchaus legitim und ist gar nicht mal so unwahrscheinlich.
Die woke Presse regt sich natürlich nicht über die notorischen Missbrauchs‑, Drogen,- Sex‑, und Korruptionsskandale auf, sondern darüber, dass der Film „My Son Hunter“ vom „Rechtsaußen-Portal Breitbart“ kommt. Es ist schon ganz normal geworden, dass Fakten nicht als solche bewertet werden, sondern dass es darauf ankommt, wer überhaupt legitimiert ist, zu berichten. Ist die Quelle wegen politischer Inkorrektheit delegitimiert, sind es grundsätzlich nicht Fakten, egal, wie wahr und belegbar, sondern Hetze. Wer da über Skandale der „Guten“ berichtet, „nutzt das aus“:
„Hunter Biden ist das schwarze Schaf der Familie des US-Präsidenten. Sein Leben ist skandalträchtig. Der Film ‚My Son Hunter‘ nutzt das aus. Man merkt, wer ihn vertreibt: das Rechtsaußen-Portal Breitbart. Ein Junkie mit Vaterkomplex, eine Gestrauchelte, die wieder Tritt fasst, und ein sinistrer Spitzenpolitiker – das sind die Hauptfiguren in ‚My Son Hunter‘, einem Film, den das Webportal Breitbart, Sprachrohr der amerikanischen rechtsextremen Alt-Right-Bewegung, im Netz vertreibt. Der Film bringt seinem Publikum mit dem Holzhammer bei, wie kaputt und korrupt die Familie Biden sei. Hintergrund ist der in konservativen Kreisen mystifizierte Laptop von Hunter Biden, der neben Heimpornos und Zeugnissen von Hunters Drogenexzessen angeblich inkriminierende Informationen über seine lukrativen Geschäftsbeziehungen zu China und der Ukraine enthält, in welche rechtskonservativen Gerüchteköchen zufolge auch sein Vater verwickelt gewesen sein soll.“
Das muss man der Frankfurter allgemeinen Zeitung lassen, sie sind Meister im Formulieren. Der schwerst gestörte Sohn Hunter, der aufgrund des Drucks, den sein Vater auf die ukrainische Regierung machte, bekam mal eben einen gutbezahlten Posten im Verwaltungsrat des großen ukrainischen Gaskonzerns Burisma. Obwohl Hunter Biden über keinerlei Erfahrung im Gasgeschäft verfügte und auch wenig Aktivitäten in dem Unternehmen entfaltet haben soll, wurde seine Tätigkeit vom Mai 2014 bis zum April 2019 mit 45.000 € Monatsgehalt entlohnt.
Zu dieser Zeit war Papa Joe Biden US-Vizepräsident und eng mit den Vorgängen beim Umsturz in der Ukraine befasst. Als der damalige ukrainische Generalstaatsanwalt Viktor Schokin mit Ermittlungen gegen Slotschewskyj und Burisma beauftragt wurde, geriet auch Hunter Biden und seine generös honorierte Tätigkeit im Burisma-Aufsichtsrat ins Visier der Ermittler. Aber nicht lange. Joe Biden machte sofort maximalen Druck auf und sorgte 2015 dafür, dass Generalstaatsanwalt Schokin entlassen wurde. Unter anderem drohte er dem damals amtierenden ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko damit, amerikanische Kreditgarantien für die Ukraine von einer Milliarde Dollar zu stoppen. Und das erzählte er auch noch ganz offen und platzestolz öffentlich und vor der Kamera:
„… Ich schaute sie an und sagte: Ich reise in sechs Stunden ab. Wenn der Staatsanwalt bis dahin nicht gefeuert ist, bekommt ihr das Geld nicht. Nun ja, Mistkerl. Er wurde gefeuert. Und sie ersetzten ihn durch jemanden, der zu der Zeit zuverlässig war.“
Da gibt es durchaus mehr Skandalöses als nur einen „Junkie mit Vaterkomplex“. Da braucht es keine „rechten Gerüchteköche“ und „angeblich inkriminierend“. Auch die Andeutungen der Tochter Ashley, die mit ihrem Trauma eines wahrscheinlich sexuell übergriffigen Vaters kämpft, sind nicht einfach mit „eine Gestrauchelte, die wieder Tritt fasst“ zu verniedlichen. Ein „sinistrer Spitzenpolitiker“ … nett gesagt und insinuiert eine überzeichnete Phantasiegestalt à la „Doktor Caligari“. Die Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfe mehrerer Frauen gegen Herrn Präsident Joe Biden sind irgendwie sang- und klanglos untergegangen, alles viiiel zu fragwürdig. Ein Prozess fand nie statt. Dagegen wurden selbst extrem fragwürdige Anschuldigungen dieser Art gegen den Ex-Präsidenten Donald Trump monatelang mit saftigen Schlagzeilen aufgebauscht. Als sich bei dem Prozess herausstellte, dass die Vorwürfe gegen Herrn Trump nicht haltbar waren, war das auf einmal nur eine Randnotiz.
Natürlich ist der Film „My Son Hunter“ ein ganz böser Anschlag auf die Lichtgestalten der Familie Biden. Sichersicher, sie haben ihre Skandale, aber wer hat die nicht? Aber daraus einen Film zu machen ist doch unfair. Gerade im Vorfeld der Midterm-Wahlen. Das würde doch nur den bösen Trumpisten in die Karten spielen, weinte auch die BILD:
„Es wird vermutet, dass durch den Film eine mögliche zweite Amtszeit seines Vaters torpediert werden soll. Breitbart gilt als Trump-freundliche Plattform. Der Film soll ab 7. September online zu sehen sein.“
Nun, das könnte passieren, jetzt ist die Midterm-Wahl. Der Film hat keine großen Schlagzeilen gemacht, denn es wurde natürlich kaum darüber berichtet. Aber, selbst wenn der Film einiges dazu beigetragen haben sollte, dass Präsident Joe Biden sehr schlecht abschneidet, und selbst wenn US-Vizepräsident Harris übernähme – wäre das im Sinne der Konservativen? Denn Frau Kamala Harris würde wahrscheinlich eine wesentlich bessere Figur machen, als der doch schwer angeschlagene Präsident Biden. Das wiederum könnte die Chancen Herrn Trumps schmälern.
Der ganze Film ist natürlich nur auf freien Videoplattformen zu sehen und nur auf Englisch. Hier auf Odyssee:
Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von odysee.com zu laden.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.