Ein V‑Mann eines Landeskriminalamtes hetzte Gruppe um Breitscheidplatz-Attentäter Amri zu Anschlägen auf, jedenfalls ist dies sehr wahrscheinlich. Der dafür mutmaßlich mitverantwortliche Politiker ist bereits abgewählt worden. Was wird er sagen?
(Von Egidius Schwarz und Sebastian Sigler für TheEuropean.com)
Laut Recherchen des Rundfunks Berlin Brandenburg und der “Berliner Morgenpost” soll die sogenannte Vertrauensperson VP-01 Islamisten zu Anschlägen in der Bundesrepublik angestachelt haben. Der V‑Mann des Landeskriminalamts (LKA) Nordrhein-Westfalen war nicht nur eine wichtige Bezugsperson des Berliner Breitscheidplatz-Terroristen Anis Amri und der militanten Islamistenszene, er soll diesen sogar zu Anschlägen in der Bundesrepublik angestachelt habe. Die vom LKA Nordrhein-Westfalen auf Amri angesetzte Vertrauensperson hatte diverse Mitglieder der IS-nahen Abu Walaa-Gruppe und womöglich auch Amri selbst zu Anschlägen animiert. Auch persönlich stand der Beamte Amir sehr nahe. Er soll häufig mit dem Terroristen unterwegs gewesen sein und diesen immer wieder zu seinen verschiedenen Unterkünften gefahren haben.
In den letzten Wochen wurde Ermittlern im Fall Anis Amri immer wieder verboten, die Presse zu kontaktieren. Die Recherchen der beiden Zeitungen stützen sich auf Ermittlungsakten. Demnach hatte ein Mitglied der Gruppe bereits mitgeteilt, dass VP-01 habe „immer wieder mitgeteilt, dass man Anschläge in Deutschland verüben solle”. Ein ehemaliger Anhänger der Abu-Walaa-Gruppe, ein Aussteiger aus der konspirativen Islamisten-Szene also, äußerte gegenüber dem RBB die Ansicht, VP-01 sei sogar „der Radikalste“ gewesen. „Mach hier was, mach einen Anschlag“ soll der nordrhein-westfälische V‑Mann immer wieder gesagt haben.
Klar verantwortlich für die schier unglaublichen Vorwürfe gegen VP-01, wenn die denn zutreffen, ist ein Politiker, der für seine politische Arbeit bereits abgestraft wurde: Ralf Jäger, SPD-Innnenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Beim ihm unterstehenden Landeskriminalamt war VP-01 angebunden. Wahrscheinlich mit viel zu langer Leine. Ralf Jäger, der Minister von der traurigen Gestalt, ist nicht allein in der Versenkung verschwunden. Mit ihm verschwand auch Hannelore Kraft, einst eine Hoffnungsträgerin der SPD. Natürlich wurde die Düsseldorfer Landesmutter auch für eine katatstrophale grüne Gender-Gaga-Schulpolitik abgestraft, aber das vielleicht entscheidende Thema war die nordrhein-westfälische SPD-Innen- und Sicherheitspolitik.
Wann gibt es einen Untersuchungsausschuss in Düsseldorf? Wann muss Ralf Jäger die Hosen herunterlassen? Die frische, unverbrauchte, schwarz-gelbe Landesregierung unter Armin Laschet wird sicher nicht zögern, die Altlasten klar zu benennen, so, wie sie dies auch in der Finanzpoltik kürzlich tat, natürlich völlig zu Recht. Die Toten vom Berliner Breitscheidplatz kann indes niemand wieder lebendig machen. Von Ralf Jäger und auch von Hannelore Kraft sollten die vielen Angehörigen und auch die in Berlin durch den Islam-Mörder Amri verletzten Menschen aber eines erwarten können: eine demütige und aufrichtige Bitte um Vergebung.