Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber - Screeshot Youtube

Auf zur glo­balen Öko­dik­tatur: Wie ein deut­scher Kli­ma­for­scher die Welt umbauen will

Selbst pein­liche Fehl­leis­tungen kratzen nicht am Nimbus des bekann­testen deut­schen Kli­ma­for­schers Hans Joachim Schell­nhuber. Seine War­nungen und Pro­gnosen finden Gehör bei den Mäch­tigen wie im Volk. Wer sich jedoch ausmalt, wohin er und seine Mit­kämpfer die Welt führen wollen, kommt ins Schaudern.
(Von Dirk Pelster)
Seine Augen sind nie ganz geöffnet, und wenn er schweigt, dann formt sich sein Mund stets zu einem spöt­telnden Lächeln. Doch Schweigen ist ein­deutig nicht das Metier von Hans Joachim Schell­nhuber. Der wohl bedeu­tendste deutsche Kli­ma­for­scher und Freund großer Worte hält eigentlich nur inne, wenn es gilt, sich selbst bei einem seiner zahl­reichen Termine mit Pres­se­fo­to­grafen gekonnt in mög­lichst intel­lek­tuell wir­kender Pose zu insze­nieren. Ver­mutlich hatte diese so auf­dringlich zur Schau getragene Attitüde des avant­gar­dis­ti­schen Quer­denkers nicht unwe­sent­lichen Anteil daran, dass die Zeit­schrift „Cicero“ Schell­nhuber noch vor einigen Jahren unter die 500 ein­fluss­reichsten Geis­tes­größen im deutsch­spra­chigen Raum ein­ordnete. Jeden­falls hat sich die jahr­zehn­telang in eigener Sache betriebene Image­pflege für den 1950 im nie­der­baye­ri­schen Ortenburg gebo­renen Wis­sen­schaftler bezahlt gemacht. Sie kata­pul­tierte ihn von einer Stelle als wis­sen­schaft­licher Mit­ar­beiter für theo­re­tische Physik an der Uni­ver­sität Oldenburg über ver­schie­denste Sta­tionen ab den 80er Jahren bis in den Olymp der inter­na­tio­nalen Klimafolgenforschung.
Doch gezieltes Ein­drucks­ma­nagement ist nur ein Teil von Schell­nhubers Erfolgs­ge­heimnis. Da es nun einmal nicht aus­reicht, sein Kinn beständig in Den­kerpose für die Kameras auf die eigene Hand zu stützen, um von seinen Mit­men­schen als geis­tiger Vor­reiter wahr­ge­nommen zu werden, bedarf es außerdem auch noch einer wirk­mäch­tigen Bot­schaft. Diese besteht für Schell­nhuber selbst­ver­ständlich darin, vor den Aus­wir­kungen eines ver­meint­lichen Kli­ma­wandels zu warnen. Dabei bedient er sich − und hierin dürfte der wesent­liche Grund für seinen gesell­schaft­lichen Ein­fluss zu suchen sein − fast schon apo­ka­lyp­tisch anmu­tender Zukunfts­vi­sionen. Während sein erstes, 1993 erschie­nenes Buch noch den relativ unspek­ta­ku­lären Titel „Kli­ma­än­derung und Küste“ trug, prangt auf seinem jüngsten Werk von 2015 die ein­dring­liche Auf­schrift „Selbst­ver­brennung“. Dort sind allerlei düstere Meta­phern über die Erde nach Ein­tritt der dro­henden Kli­ma­ka­ta­strophe zu lesen.
Auch ansonsten ist Schell­nhuber ein Freund des Alar­mismus. 2009 ver­kündete er in einer Fern­seh­sendung, dass die Glet­scher des Himalaya bei einer durch­schnitt­lichen Zunahme der Erd­er­wärmung um zwei Grad Celsius schon im Jahr 2035 voll­ständig abge­schmolzen sein werden, mit kata­stro­phalen Folgen für die dort lebenden Men­schen. Gestützt hat er sich dabei auf Daten des Welt­kli­ma­rates (IPCC), in dem Schell­nhuber maß­geblich selbst mit­wirkt. Später stellte sich jedoch heraus, dass die ver­meint­lichen Experten dieses Gre­miums die tat­säch­liche Eis­fläche um das 15-fache zu hoch ange­setzt hatten. Mit einem Abschmelzen der zentral-asia­ti­schen Glet­scher­fläche kann zudem erst ab dem Jahr 2350 gerechnet werden, und dies auch nur dann, wenn die wei­teren Berech­nungs­mo­delle des IPCC über­haupt korrekt sind.
Aber nicht nur im Umgang mit Daten zeigt sich Schell­nhuber kreativ, auch die Hypo­these über einen angeblich men­schen-gemachten Kli­ma­wandel und dessen Aus­wir­kungen ist von dem Gründer des staatlich finan­zierten Potsdam-Instituts für Kli­ma­fol­gen­for­schung ebenso maß­geblich wie ideen­reich mit­ge­staltet worden. Bei­spiels­weise ist er der Erfinder der Theorie von den soge­nannten „Kipp-Ele­menten“. Diese besagt, dass es bestimmte Regionen auf der Welt gebe, die besonders emp­findlich auf kli­ma­tische Ver­än­de­rungen reagierten und daher rasch „kippen“ könnten, was zu extremen Wet­ter­phä­no­menen führen soll.
Wenn es kälter wird, liegt es daran, dass es wärmer wird !

Für Skep­tiker stellt eine solche Annahme im Wesent­lichen nur eine Methode dar, um die These vom „anthro­po­genen“ (vom Men­schen ver­ur­sachten) Kli­ma­wandel gegen Kritik zu immu­ni­sieren. So kann bei­spiels­weise ein außer­ge­wöhnlich kalter Winter in Deutschland dennoch wei­terhin mit der angeb­lichen Erd­er­wärmung erklärt werden, indem man nach­träglich einfach behauptet, dass durch die globale Tem­pe­ra­tur­er­höhung der atlan­tische Golf­strom in der Karibik umge­lenkt worden sei und infol­ge­dessen weniger warme Mee­res­strö­mungen nach Europa gelangt seien. Auch wenn es also plötzlich kälter ist, liegt dies daran, dass es wärmer wird.
Der Ein­fluss Schell­nhubers lässt sich vor allem daran erkennen, dass er in seiner Funktion als Berater der Bun­des­re­gierung und des Papstes als Mit­glied des IPCC ent­scheidend daran mit­ge­wirkt hat, die „Begrenzung“ des Anstieges der durch­schnitt­lichen Erd­tem­pe­ratur auf zwei Grad Celsius zum Ziel natio­naler und inter­na­tio­naler Politik zu machen.
Doch er fun­giert längst nicht mehr als bloßer Rat­geber, der den Mäch­tigen dieser Welt For­schungs­er­geb­nisse für deren weitere Ent­schei­dungen prä­sen­tiert. Schell­nhuber macht selbst Politik. Auf Grundlage der wis­sen­schaftlich nach wie vor unzu­rei­chend abge­si­cherten Hypo­these einer durch Koh­len­stoff­dioxid bedingten Erd­er­wärmung kon­struiert er globale Pro­bleme in der Zukunft und bietet zugleich ver­meint­liche Lösungen an.
Er möchte die Res­sourcen der Welt neu ver­teilen und die Sou­ve­rä­nität der Staaten weiter zugunsten supra­na­tio­naler Struk­turen redu­zieren. Die „Große Trans­for­mation“ ist denn auch das Schlagwort, unter dem die poli­tische Neu­ge­staltung des Pla­neten vor­an­ge­trieben werden soll und zu dem es neben einem von Schell­nhuber zu ver­ant­wor­tenden Gut­achten für die Bun­des­re­gierung mitt­ler­weile sogar ein Comic-Heft gibt, in welches er sich selbst gleich mit hin­ein­zeichnen ließ.
Wer die wich­tigsten Teile dieses 421 Seiten starken Gut­achtens liest, ohne sich von den zahl­reichen wohl­klin­genden Phrasen täu­schen zu lassen, dem wird schnell klar, dass es sich bei diesem Dokument um nichts weniger handelt als den 
Mas­terplan für eine globale Ökodiktatur.
 


Quelle: EIKE — Euro­päi­sches Institut für Klima & Energie