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Islamismus & Terror

Schwimmburkini-Verleih an Herner Gymnasium: wer mehr islamisiert, muss weniger integrieren

21. Juni 2018

Das Pestalozzi-Gymnasium in Herne erwarb 20 Burkinis für muslimische Schülerinnen, damit diese am Schwimmunterricht der Schule teilnehmen können. Die Mainstreampresse findet es großartig, ist es doch ein Zeichen gelungener Integration. Endlich beginnen auch deutsche Schulen, sich mit konkreten, praktischen Maßnahmen in die islamische Welt zu integrieren. Während in den ideologischen Elfenbeintürmen noch über linksgrüne Zukunftsutopien des untergehenden Westens, wie gendergerechte Sprache, Frauenquoten, Homophobie, pay-gap und glass-ceiling diskutiert wird, ist die echte Integration im Leben bereits angekommen. Man habe mit den Schwimmburkinis sehr gute Erfahrungen gemacht, meint der Schulleiter Volker al-Gößling. 15 Schülerinnen haben das kostenlose Angebot bereits genutzt.

Exemplar*Innen des christlich-abendländischen Konservatismus, wie Frau CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner, klammern sich noch an ihr überholtes Schema der reflexartigen Verdächtigung der „Frauendiskriminierung“, und bringen keinerlei Verständnis für das neue Ideal der muslimischen Familienehre auf, das seine Frauen und Töchter unter den schicken, diskreten Verschleierungen vor unreinen Blicken und Gedanken schützt. Frau Klöckners Einwände von einem gesunden Geschlechterbild, Aufklärung und Freiheit für Frauen zeugen von einem tiefen Unverständnis des neuen Europas und seiner neuen, zukunftsweisenden Werte. Frau Klöckner geht sogar so weit, die längst überfällige Einführung von Schwimmburkinis als „vorauseilenden Gehorsam und ein Einknicken vor fundamentalisitischen Elternhäusern, ein Einknicken auf dem Rücken der Mädchen, die schlichtweg erfahren müssen, dass es Pech und Unglück ist, nicht als Junge geboren zu sein“ zu geißeln. Sie schmäht die jungen Vorreiterinnen der neuen Zeit als „Verliererinnen“, die nun auch noch in der Schule im Sinne „einiger Männer“ domestiziert werden würden.

Interessant für Frau Klöckner wäre ein Blick auf die Grafik der Bundeszentrale für politische Bildung, die bereits für 2016 bei einer deutschen Gesamtbevölkerung von 82,4 Millionen einen Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund von 18,6 Millionen ausmacht, was 22,5% der Bevölkerung Deutschlands ist, also fast ein Viertel. Bis heute dürfte es deutlich mehr als ein Viertel geworden sein und weiter steigen. Die mittlerweile eingetroffenen jungen Herren aus den vielen, zukunftsorientierten, muslimischen und afrikanischen Ländern, die ein anderes Verständnis von Frauenrechten pflegen als es hier Usus ist, könnte sich also durchaus bei einer Zahl von 10 bis 12 Millionen bewegen. Das ist etwa die Gesamtbevölkerung Belgiens mit 11,35 Millionen, wobei dort auch ein hoher Anteil Neubelgier muslimischen Glaubens in dieser Zahl enthalten ist. Von lediglich „einigen Männern“ kann also schon lange nicht mehr die Rede sein.

Frau Klöckners Verwunderung über Schwimmburkinis an Schulen sorgt daher seinerseits im realen Leben und in den Mainstreammedien für Verwunderung, ist es doch nur in den noch einigermaßen unberührten, ökologischen Nischen der Berliner Regierungskreise und linker Universitäten möglich, wo sich politisch-ideologische Fossilitäten wie Genderwissenschaften, Liberalkonservatismus, Toleranz, Sozialdemokratie, Christsoziales und andere, von Aussterben bedrohte vorgestrige Vorstellungen noch eine Weile halten können.