Globale Erwärmung erzeugt verzwei­felte Lügen in den Medien

Es gibt mit Sicherheit zahl­reiche Gründe, warum so viele Men­schen aus Mit­tel­amerika danach trachten, in dieses Land [= die USA] zu kommen – legal oder illegal, aber die Aus­wirkung der glo­balen Erwärmung auf die Ern­te­er­träge gehört nicht dazu.

(Von James M. Taylor und Jay Lehr)

Die New York Times hat einen irre­füh­renden Artikel ver­öf­fent­licht mit der Behauptung, dass die globale Erwärmung weit­gehend allein ver­ant­wortlich ist für das Ein­dringen ille­galer Immi­granten aus Mit­tel­amerika in die USA. Der Beitrag mit der Über­schrift [über­setzt] „Eine sich erwär­mende Welt bringt ver­zwei­felte Men­schen hervor“ [A Warming World Creates Desperate People] kol­por­tiert, dass die globale Erwärmung zu Ern­te­ein­bußen in Mit­tel­amerika führt, was wie­derum die Men­schen dort dazu zwingt, nord­wärts in die USA zu fliehen. In Wirk­lichkeit befinden sich die Ern­te­er­träge global und auch in Mit­tel­amerika auf einem rekord­hohen Niveau. Die wirk­liche Lektion aus dem Beitrag in der NYT lautet, dass ein vor­teil­haftes Klima ver­zwei­felte Medi­en­lügen erzeugt.

Die NYT schreibt: „Dürre und stei­gende Tem­pe­ra­turen in Gua­temala machen das Leben und sogar das Über­leben der Men­schen dort immer schwie­riger, was die ohnehin schon prekäre poli­tische Lage für die dort lebenden 16,6 Mil­lionen Men­schen weiter ver­schärft.“ Der Artikel spricht im Ein­zelnen die Kaffee-Pro­duktion an und zitiert „einen jungen Landwirt“ mit den Worten „Wir können nicht mehr allein von der Kaffee-Pro­duktion leben“. Der Artikel spe­ku­liert dann, dass die Ein­bußen bei der Kaf­fee­ernte der glo­balen Erwärmung geschuldet sind, was die Men­schen dann dazu bringt, illegal in die USA zu kommen.

Objektive Fakten führen dieses fiktive Nar­rativ ad absurdum. Einer Ver­öf­fent­li­chung des Land­wirt­schafts­mi­nis­te­riums der USA [USDA] vom Juni 2018 zufolge mit dem Titel „Coffee: World Markets and Trade“ [etwa: Kaffee: Welt­markt und Handel] erbrachte die Kaffee-Saison 2017/18 die zweit­höchste Kaf­fee­ernte jemals, die nur gering­fügig den bis­he­rigen Rekord der Saison 2016/17 ver­fehlte. Und lange dürfte der Rekord 2016/17 auch nicht mehr bestehen bleiben. „Es wird vor­her­gesagt, dass die Kaf­fee­ernte 2018/19 11,4 Mil­lionen Sack höher aus­fallen wird als im Vorjahr mit 171,2 Mil­lionen“, geht aus dem USDA-Report hervor.

Wichtig ist auch der Umstand, dass Mittel- und Süd­amerika den Löwen­anteil der Welt-Kaf­fee­ernte erzeugen. Bra­silien erzeugt mehr als die Hälfte der glo­balen Kaf­fee­ernte, und das USDA berichtet, dass die Kaf­fee­pro­duktion in Bra­silien in jedem der letzten vier Jahre neue Rekorde erreicht hat. Inzwi­schen erreichte die Kaf­fee­ernte 2017/18 in Mit­tel­amerika einen neuen Rekord, und das USDA geht davon aus, dass die Saison 2018/19 einen wei­teren Rekord ver­zeichnen wird.*

[*,Globale Erwärmung‘: Im Internet gibt es aus ver­schie­denen Quellen aktuell Berichte über Ein­bußen der Kaf­fee­ernte in dieser Saison im süd­lichen Bra­silien – wegen Frost auf­grund eines außer­or­dentlich kalten Winters auf der gesamten Süd­halb­kugel. Anm. d. Übers.]

Nach dem Schwer­punkt Kaffee wendet sich der NYT-Artikel der Tomaten-Pro­duktion zu, welche angeblich eben­falls durch die globale Erwärmung ver­heerend geschädigt wird. Unter Verweis auf zwei anonyme Teenager aus El Sal­vador behauptet der Artikel: „Die Felder der Familien werfen immer weniger ab. Die Tomaten nehmen eine blasse, kränk­liche Farbe an.“ Objektive Daten zeigen jedoch, dass falls das wirklich stimmen würde, es gegen die glo­balen Trends bzgl. Tomaten stehen würde. Dem „Overview Global Tomato Market“ zufolge, ver­öf­fent­licht von der Land­wirt­schafts-Website Horti­daily, gab es im Jahre 2016 global eine Rekord-Toma­ten­ernte, die um 30% höher lag als noch vor zehn Jahren. Die Toma­ten­pro­duktion ist tat­sächlich so hoch, dass die Preise für die Ver­braucher rapide sinken. Horti­daily zitiert einen bel­gi­schen Händler mit den Worten „Es gibt einfach zu viele Tomaten, weil die Ernte in allen Ländern sehr gut aus­ge­fallen ist“.

Es ist nicht nur die Kaffee- und Toma­ten­pro­duktion, welche unter den gegen­wär­tigen Kli­ma­be­din­gungen immer neue Rekorde erzielt. Die United Nations Food and Agri­cul­tural Orga­niz­ation (FAO) über­wacht die glo­balen Ern­te­er­träge ein­schließlich aller wich­tigen Getrei­de­ernten. Dar­unter fallen die Großen Drei Reis, Weizen und Mais. Der FAO zufolge gab es bei den glo­balen Getrei­de­er­trägen 2017/18 einen neuen Rekord, der noch über den bis­he­rigen Rekord von 2017/18 hin­ausging. Das sollte nie­manden über­ra­schen, weil für fast alle bedeu­tenden Nah­rungs­mittel in diesem Jahr­zehnt Rekor­der­träge erzielt werden konnten, viele davon während der letzten ein bis zwei Jahre.

Es gibt mit Sicherheit zahl­reiche Gründe, warum so viele Men­schen aus Mit­tel­amerika danach trachten, in dieses Land zu kommen – legal oder illegal, aber die Aus­wirkung der glo­balen Erwärmung auf die Ern­te­er­träge gehört nicht dazu.


Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/global-warming-creates-desperate-media-lies
Über­setzt von Chris Frey für EIKE — Euro­päi­sches Institut für Klima & Energie