Politik

Nun offiziell: Griechenland fordert über 250 Mrd. Euro Reparationen von Deutschland

6. Juni 2019

Griechenland hat heute dem deutschen Außenministerium ofiziell eine Verbalnote überreicht, in der die Aufnahme von Verhandlungen über Kriegsreparationen gefordert wird.

In der Verbalnote heißt es, dass Griechenland auf Basis einer Mehrheitsentscheidung des griechischen Parlamentes und auf Basis der Ergebnisse der entsprechenden Kommission Forderungen an Deutschland stellt. Das griechische Außenministerium teilte mit:

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„Die griechische Regierung ruft die deutsche Regierung zu Verhandlungen über die praktische Befriedigung der Forderungen auf, was für das griechische Volk besondere moralische und materielle Bedeutung hat.“

Das griechische Parlament hat die Regierung am 17. April aufgefordert, mit Deutschland über Reparationen für Kriegsschäden aus dem ersten und dem zweiten Weltkrieg zu sprechen und Forderungen zu stellen. Die Kommission des griechischen Parlaments taxierte die geforderte Summe auf zwischen 269,547 und 309,499 Mrd. Euro, wobei darin keine Entschädigungen für getötete oder dauerhaft gesundheitlich geschädigte Griechen enthalten sind.

Damit ist Griechenland noch fast bescheiden, erst vor knapp vier Wochen hat auch Polen Forderungen nach Reparationen gestellt, Polen fordert sogar eine Billion Euro von Deutschland.

Die deutsche Regierung hält beide Forderungen für unberechtigt, da bereits in früheren Verträgen mit diesen Ländern auf Reparationen verzichtet wurde. Beide Länder erwägen, ihre Forderungen vor internationalen Gerichten einzureichen.


Thomas Röper – www.anti-spiegel.ru

Thomas Röper, Jahrgang 1971, hat als Experte für Osteuropa in verschiedenen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet, bevor er sich entschloss, sich als unabhängiger Unternehmensberater in seiner Wahlheimat St. Petersburg niederzulassen. Er lebt insgesamt über 15 Jahre in Russland und betreibt die Seite  www.anti-spiegel.ru. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

Thomas Röper ist Autor des Buches „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“


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