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Politik

Wie groß ist die Gefahr durch rechten Terrorismus in Deutschland wirklich?

8. August 2019

Die Medien berichten täglich von der „rechten Gefahr“ und von rechtem Terrorismus. Dass die Zahlen der Generalbundesanwaltschaft etwas völlig anderes aussagen, verschweigen die Medien.

Es vergeht kein Tag mehr, ohne dass die Medien über die angebliche „rechte Gefahr“ berichten. Dabei entsteht der Eindruck, dass es eine große Gefahr von rechts gäbe, ja, dass es die größte Gefahr in Deutschland sei. Erst kürzlich hat der Verfassungsschutzbericht wieder gezeigt, dass in Wahrheit ungefähr doppelt so viele Gewaltverbrechen auf das Konto linker Gruppen gehen, wie auf das Konto rechter Gruppen. Nur haben die Medien das nicht berichtet, sie haben über die „linken“ Straftaten kein Wort verloren und nur über die „rechten“ Straftaten berichtet.

Und auch die Kriminalstatistik bestätigt das Narrativ der Medien von der „rechten“ Gewalt nicht. Die größte Kriminalität geht von den „nicht deutschen“ aus, wie sie in der Statistik genannt werden. Sie machen ca. 10 Prozent der Bevölkerung aus, sind aber für 34 Prozent der Straftaten verantwortlich.

Aber den Medien geht es nicht um die Wahrheit, ihnen geht es um Meinungsmache.

Das wird wieder deutlich, wenn man sich die Zahlen der Bundesanwaltschaft anschaut und über die die Mainstream-Medien nicht berichtet haben. Die Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage im Bundestag hervor. Abgeordnete wollten wissen, wie viele Verfahren beim Bundesgerichtshof wegen Terrorismus eingeleitet wurden. Sie fragten dabei nach der Entwicklung seit 2014 und nach einer Aufschlüsselung nach rechtem, linkem und islamistischem Terrorismus. Hier die Antwort:

„Der GBA hat bis zum 10. Juli 2019
im Jahr 2014
a) 30 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus,
b) zwei Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Rechtsextremismus,
c) sechs Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Linksextremismus,
im Jahr 2015
a) 59 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus,
b) vier Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Rechtsextremismus,
c) vier Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Linksextremismus,
im Jahr 2016
a) 88 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus,
b) fünf Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Rechtsextremismus,
c) ein Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Linksextremismus,
im Jahr 2017
a) 1048 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus,
b) elf Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Rechtsextremismus,
c) vier Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Linksextremismus,
im Jahr 2018
a) 884 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus,
b) sechs Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Rechtsextremismus,
c) zwei Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Linksextremismus
im Jahr 2019
b) 231 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus,
c) 15 Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Rechtsextremismus,
d) fünf Ermittlungsverfahren mit Bezug zum Linksextremismus,
eingeleitet.“

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Wir sehen also, dass der linke und rechte Terrorismus über die Jahre kaum ins Gewicht fallen, dass aber der islamistische Terrorismus wächst. Und da zwischen der Tat bzw. dem ersten Verdacht und der Einleitung eines Verfahrens beim Bundesgericht Zeit vergeht, können wir sehen, dass das extreme Wachstum des islamistischen Terrorismus in Deutschland zeitlich erstaunlich gut zur Flüchtlingswelle passt: 2015/2016 war die Flüchtlingswelle und ab 2017 explodieren die Zahlen der Verfahren wegen islamistischem Terrorismus in Deutschland.

Nur werden Sie davon in den Medien kaum etwas lesen. Wie sollen die Medien denn erklären, dass die Gefahr in Deutschland 2018 nicht von 884 Verfahren wegen islamistischem Terror ausging, sondern dass stattdessen ganze 6 Verfahren wegen rechtem Terror die Sicherheit im Lande gefährden? Der rechte und der linke Terrorismus machten 2018 in Deutschland zusammen weniger als ein Prozent des islamistischen Terrorismus aus. Aber die Gefahr kommt natürlich trotzdem von rechts!

Willkommen in Absurdistan!


Thomas Röper – www.anti-spiegel.ru

Thomas Röper, Jahrgang 1971, hat als Experte für Osteuropa in verschiedenen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet, bevor er sich entschloss, sich als unabhängiger Unternehmensberater in seiner Wahlheimat St. Petersburg niederzulassen. Er lebt insgesamt über 15 Jahre in Russland und betreibt die Seite  www.anti-spiegel.ru. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

Thomas Röper ist Autor des Buches „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“


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