Vera Lengsfeld: Wie Mes­ser­at­tacken zu unserem Alltag gemacht werden

Der brutale Frau­enmord von Würzburg ist für die Main­stream­m­edien bereits kein Thema mehr. Geht es nach den welt­of­fenen Tole­ranten unter uns, sollen die Opfer schnellst­möglich ver­gessen werden. Dafür sind schon Tabus erfunden worden, deren strikte Ein­haltung mit der Wucht von Moral­keulen gefordert wird. Du sollst Dir kein Bild machen, lautet ein Tabu. Angeblich wäre es Popu­lismus oder Schlim­meres, wenn man ver­sucht, den Ermor­deten Namen und ein Gesicht zu geben. Natürlich gilt das nur für Opfer von Migranten-Tätern. Für George Floyd, dessen Gesicht welt­be­kannt wurde, trifft das nicht zu. Auch nicht auf die Opfer des NSU. Nach denen werden sogar Straßen benannt. Aber wer in den sozialen Medien Bilder von den Opfern durch Migranten ermor­deten Men­schen teilt, ist unan­ständig. Diese Dop­pel­moral zer­reißt unsere Gesell­schaft weiter.

Vor zwei Tagen „trendete“ #Leonie auf Twitter. Es gab einen hef­tigen Schlag­ab­tausch zwi­schen den „anstän­digen“ Antifa-Trollen, die sich dort tummeln und immer mal wieder Shit-Storms insze­nieren und den „unan­stän­digen“ Nor­malos, denen der grausame Tod einer 13-jäh­rigen an die Nieren ging. Etliche Dis­ku­tanten stehen für eine ideo­lo­gi­sierte, empa­thielose Generation, die sich selbst absolut setzt und offenbar der Meinung ist, dass alle Anders­den­kenden ihre Existenz nicht verdienen.

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Über­trieben? Nicht wirklich. Jüngst stürmten völlig hys­te­rische, krei­schende Femi­nis­tinnen das Büro des öster­rei­chi­schen Senders „o24“, um gegen „Sexismus und Ras­sismus“ in der Bericht­erstattung des Senders zu pro­tes­tieren. Die schreck­lichen Gestalten störten sich nicht am grau­samen Tod einer 13-Jäh­rigen, die nach voll­brachter Tat wie ein Stück Abfall an einem Baum ent­sorgt wurde, sondern daran, dass die afgha­nische Her­kunft des Täters genannt wurde.

Wenn sich ein Autor diese Szene aus­ge­dacht hätte, wäre er der maß­losen Hetze gegen „Alerta Femi­nista“ bezichtigt und viel­leicht sogar mit Klage bedroht worden. Wie so oft, toppt die Wirk­lichkeit die Phantasie.

Ich habe Fotos von Leonie, Ste­fanie Wagner und Leo Stettins Grab gepostet. Leo ist der Junge, der mit seiner Mutter in Frankfurt von einem Migranten vor den ein­fah­renden ICE gestoßen wurde und dessen Name der Öffent­lichkeit lange ver­borgen blieb. Ste­fanie Wagner ist eines der Opfer des Würz­burger Frauenmörders.

Übrigens ent­spricht die Kalt­schnäu­zigkeit unserer Regierung in meinen Augen der Geis­tes­haltung von “Alerta Feminista”.

Wie u.a. die Welt berichtete, können die Hin­ter­blie­benen und Opfer des Angriffs von Würzburg nicht auf Ent­schä­di­gungs­leis­tungen der Bun­des­re­gierung hoffen: Die gibt es nur, wenn eine extre­mis­tische Moti­vation der Tat fest­ge­stellt wird. Aber weder der Allahu akbar-Ruf des Mörders, noch seine Ein­lassung gegenüber einem Poli­zisten, er sei ein Dschi­hadist, noch der Anschein, dass er nach der isla­mis­ti­schen Blau­pause für Ein­zel­täter gehandelt hat, sind für die Ermittler Beweis genug für eine isla­mis­tische Tat. Der Mörder soll lediglich psy­chisch gestört gewesen sein. Außerdem war der Arme durch seinen frü­heren Auf­enthalt in Sachsen trau­ma­ti­siert, weil er da zwar schon kri­minell, aber angeblich nicht sicher war.

Innen­mi­nister See­hofer wies sogar Bund und Ländern eine Mit­schuld an den Morden zu: Er sagte der “Augs­burger All­ge­meinen”, was ihn an dem Fall am meisten beschäftige, sei die Frage, wie ein 24-jäh­riger Mann, der zwar kein Asyl bekommen habe, aber sub­si­diären Schutz als Flüchtling genieße und sich rechts­konform in Deutschland auf­halte, nach sechs Jahren in unserem Land in einer Obdach­lo­sen­un­ter­kunft lebe. „Damit könnten „wir“ uns doch nicht abfinden. Also nicht die toten Frauen, sondern die Lebens­um­stände des Mörders bewegen unseren Innen­mi­nister am meisten. Die Familien der Toten müssen sich ver­höhnt fühlen!

Während sich um diesen und zukünftige Täter ein­fühlsam bemüht wird, zeigt man ihren Opfern die kalte Schulter. Der Opfer­be­auf­tragte der Bun­des­re­gierung, Edgar Franke, sagte WELT AM SONNTAG, ob die Här­te­leis­tungen fließen könnten, hänge „von den wei­teren Ermitt­lungen ab. Es geht wei­terhin darum, die Hin­ter­gründe und Motive der Tat genau­estens zu ermitteln.“

Seit 2018 zahlt die Bun­des­re­gierung den Hin­ter­blie­benen ter­ro­ris­ti­scher Straf­taten und extre­mis­ti­scher Über­griffe 30.000 Euro für den Verlust naher Ange­hö­riger. Auch Per­sonen, die durch eine in Deutschland begangene ter­ro­ris­tische Straftat ver­letzt wurden, können solche Här­te­leis­tungen bean­tragen. Ver­sucht man deshalb mit allem Mitteln von einem ter­ro­ris­ti­schen Hin­ter­grund abzulenken?

Ein Opfer des Frau­en­mörders war eine allein­er­zie­hende Mutter. Die Tochter steht jetzt mit­tellos da. Auf staat­liche Hilfe ist nicht zu rechnen. Deshalb haben Bürger ein Spen­den­konto eröffnet, um dem Mädchen eine Zukunft zu sichern. Leider wird ihr Name in diesem Zusam­menhang nicht genannt. Hier kann gespendet werden:

Emp­fänger: Verein „Würzburg zeigt Herz“ – Kre­dit­in­stitut: Spar­kasse Mainfranken 

IBAN: DE37 7905 0000 0048 8375 20  

BIC: BYLADEM1SWU

Ver­wen­dungs­zweck: „Eine Zukunft für A.“

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Quellen:

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/linksextremisten-stuermen-bueros-von-oe24-wegen-frauenmord-berichte-77025172.bild.html

https://www.welt.de/vermischtes/article232379049/Messerattacke-von-Wuerzburg-Spendenaufruf-fuer-mittelloses-Maedchen.html?fbclid=IwAR3hmO2-RIUYIFkCEAtO11LFBzwwRJ_9JT7kmz3oOQG4-xblUt9KiAW9xXU

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/seehofer-wuerzburg-integration-100.html

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Anmerkung: Während in einer frü­heren Version des Artikels auf einen Anti­fanten “Jonathan ” Bezug genommen wird, hab ich die Pas­sagen ent­fernt, weil eine nähere Unter­su­chung des Jonathan-Accounts den Ver­dacht nahe legt, dass es sich um Satire handelt, die aller­dings miss­ver­standen werden kann.


Vera Lengsfeld — Erst­ver­öf­fent­li­chung auf dem Blog der Autorin www.vera-lengsfeld.de