Wirtschaft & Finanzen

Marcrons Europa – Die Planwirtschaft im Schafspelz?

3. Oktober 2017

Macron hat Großes in Frankreich und Europa vor. Wenn er nicht die Planificación auferstehen lassen will, ergeben sich Chancen. Europa muss sich neu aufstellen – auf freiwilliger Basis und mit mehr Wettbewerb.

(Von Hubertus Porschen)

Er hätte sich keinen besseren Ort für seine Grundsatzrede zur Weiterentwicklung von Europa aussuchen können. Die Pariser Sorbonne ging in ihrer langen Geschichte selbst den Weg des Wandels und führte viele Veränderungen herbei. Die Theologie brach dort mit dem berühmten Thomas von Aquin und dem Einfluss der aristotelische Logik und der Wissenschaft in die Moderne auf. Bringt uns Macron nun die Modernisierung Europas?

So wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Das weiß Macron, das wissen aber auch viele Bürger der EU. Das Schiff Europa treibt unter Kapitän Juncker eher im Wind, als dass es flott gemacht wird für aufziehende Stürme. Europa braucht Reformen, um globale Herausforderungen zu bewältigen und Gestaltungskraft zu entwickeln. Braucht es deshalb generell „mehr EU“? Sicherlich nicht. Erfreulicherweise sprach Präsident Macron in seiner Rede auch nur einzelne Politikfelder an, auf denen er sich eine engere Zusammenarbeit wünscht. Jedoch weist seine Vision vom starken Europa dabei einige Schwächen auf.

 

Via TheEuropean.com

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