Rettet den Strompreis!

Elek­tri­scher Strom ist den Deut­schen lieb – und vor allem teuer. Gerade hat der Haus­halts­preis für eine Kilo­watt­stunde die 30-Cent-Marke geknackt. Genau 30,8 Cent pro Kilo­watt­stunde muss, laut McK­inseys „Energie Index“ für das 2. Halbjahr 2017, der deutsche Bürger inzwi­schen zahlen, damit er kochen, seine Wohnung beleuchten, tele­fo­nieren, im Internet surfen oder Kühl­schrank, Wasch­ma­schine und zahl­reiche andere Haus­halts­geräte betreiben kann. Das ist doppelt so viel wie Haus­halts­strom in Frank­reich oder im Hoch­preisland Schweiz kostet. Damit hat sich Deutschland eine Spit­zen­po­sition erar­beitet; nur die Dänen zahlen gering­fügig mehr.
Vor zwei Jahr­zehnten sah das noch anders aus. 1998 – der Strom kostete damals umge­rechnet 14 Cent pro Kilo­watt­stunde – libe­ra­li­sierte die Bun­des­re­gierung den Strom­markt. Ver­braucher konnten den Strom­lie­fe­ranten frei wählen, Strom­erzeuger durften über­re­gional ihre Leis­tungen anbieten. Zunächst fiel der Strom­preis. Ein Drei-Per­sonen-Haushalt zahlte 1998 pro Monat durch­schnittlich 50 Euro, im Jahr 2000 nur noch 40 Euro.
Das war’s dann aber auch. Im neuen Jahr­tausend ging es mit dem Preis wieder kräftig auf­wärts. 1999 brachte die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder eine „öko­lo­gische Steu­er­reform“ ein. Dazu gehört eine Strom­steuer, die den Strom um knapp über zwei Cent pro Kilo­watt­stunde ver­teuert und dem Bund jährlich etwa sieben Mil­li­arden Euro bringt. Ein Jahr später folgte das Erneu­erbare-Energien-Gesetz (EEG), das dem Öko­strom eine kom­for­table Vor­zugs­be­handlung garan­tiert: Unab­hängig vom Bedarf muss er vor­rangig ins Netz ein­ge­speist werden. Ver­gütet wird er in einer Höhe, die deutlich über den Geste­hungs­kosten von Strom aus kon­ven­tio­nellen Quellen liegt. Diese Ver­gütung, ein Fest­preis, wird für die Dauer von zwanzig Jahren garan­tiert und vom Ver­braucher bezahlt.

„Das EEG ermäch­tigte die Öko­in­dustrie, allen Bürgern zwangs­weise das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Das EEG war, aus grüner Sicht, ein geniales Kon­strukt. Es ermäch­tigte die Öko­in­dustrie, allen Bürgern mit einem all­täg­lichen, lebens­not­wen­digen Produkt zwangs­weise das Geld aus der Tasche zu ziehen, und zwar an Markt­ge­setzen und demo­kra­ti­scher Kon­trolle vorbei. Anstatt neue Ener­gie­formen aus dem Bun­des­haushalt zu fördern, so kri­ti­sierte der Ökonom Prof. Carl Christian von Weiz­säcker schon vor zehn Jahren 1, nehme „der Staat dem Bürger am Haushalt vorbei Geld ab“. Das sei „nicht verfassungsgemäß“.
Aber erfolg­reich. Mit Hilfe dieses Gesetzes hat die Öko­in­dustrie inzwi­schen reichlich Kasse gemacht und Hun­derte von Mil­li­arden kas­siert. 2 Kri­tiker des EEG wurden damals beruhigt: Sub­ven­tio­nieren wolle man Wind­räder und Pho­to­voltaik nur bis zur „tech­nisch-indus­tri­ellen Reife“ (diese ist schon lange erreicht, aber gefördert wird noch immer). Legendär die Aussage des Grünen Jürgen Trittin, damals deut­scher Umwelt­mi­nister: Die För­derung erneu­er­barer Energien, so ver­kündete er 2004, werde einen Haushalt nur einen Euro im Monat kosten – „so viel wie eine Kugel Eis“.
Zwei Jahre nach dem EEG folgte die KWK-Umlage. Damit fördert der Ver­braucher Strom aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das macht etwa zwei Cent pro Kilo­watt­stunde. Die Off­shore-Haf­tungs­umlage für Wind­parks in Nord- und Ostsee kam 2013. Sie soll Scha­dens­er­satz­kosten decken, die durch ver­spä­teten Anschluss der Anlagen an das Land­stromnetz oder durch Netz­un­ter­bre­chungen ent­stehen. Diesen Dilet­tan­tismus zahlt auch der Ver­braucher, ebenso wie die 2014 ein­ge­führte AbLa-Umlage. Damit werden Indus­trie­be­triebe für (frei­willige) Last­ab­würfe zur Sta­bi­li­sierung des Netzes entschädigt.

Abbildung 1: Zusam­men­setzung des durch­schnitt­lichen Strom­preises für Haus­halts­kunden (3500 kWh Jah­res­ver­brauch) in Deutschland 2017 (Quelle: strom-report.de).

Abgaben und Umlagen machen bei Haus­halts­kunden inzwi­schen 55 Prozent des Strom­preises aus (siehe Abbildung 1). Seit der Libe­ra­li­sierung 1998 hat sich dieser Kos­ten­block mehr als ver­doppelt. Strom­erzeugung und Ver­trieb – das eigent­liche Produkt – machen hin­gegen nur noch ein Fünftel des Gesamt­preises aus.

Stei­gende Netzkosten

Geliefert wird Strom über ein Über­tra­gungs- und Ver­teilnetz mit einer Länge von 1,8 Mil­lionen Kilo­metern. Vier große Betreiber (Amprion, 50 Hertz, Trans­netBW und Tennet) sind für die Hoch­span­nungs­über­tragung zuständig, eine größere Zahl von Firmen ver­teilt den Strom in der Fläche. Für die Nutzung des Netzes, für Errichtung, Instand­haltung und Betrieb, zahlt der Kunde ein Entgelt. Am wenigsten zahlen Groß­ab­nehmer, die ans Hoch­span­nungsnetz ange­schlossen sind. Am teu­ersten ist das Nie­der­span­nungsnetz für die Ver­teilung vor Ort, zumal diese Lei­tungen über­wiegend unter der Erde verlegt sind. Netz­ent­gelte sind inzwi­schen größter Bestandteil des Strom­preises. Kos­ten­treiber sind vor allem Wind­räder und Pho­to­voltaik-Anlagen. Zwar erzeugen sie Strom mitt­ler­weile deutlich preis­werter als zuvor, aber jede neu ans Netz gehende Anlage erhöht die Netz­kosten. Tau­sende Kilo­meter an neuen Lei­tungen müssen gelegt, alte ertüchtigt werden. Und neue, kos­ten­trächtige Pro­bleme ergeben sich auf­grund der Vola­ti­lität von Wind- und Photovoltaik-Strom.

„Die unstete Leis­tungs­ein­speisung durch Wind­räder und Solar­an­lagen macht das Netz instabil.“

Die kon­ven­tio­nelle Elek­tri­zi­täts­ver­sorgung, wie sie bis zur Jahr­hun­dert­wende vor­herrschte, war robust. Strom­aus­fälle waren extrem selten, ver­ur­sacht zumeist von äußeren Ein­flüssen, von Stürmen, Gewittern, von Schnee und starkem Frost, welche die Strom­lei­tungen unter­brachen. Heute sitzt der Feind im Inneren des Netzes: Die unstete Leis­tungs­ein­speisung durch Wind­räder und Solar­an­lagen macht das Netz instabil. Netz­be­treiber haben täglich alle Hände voll zu tun, um das Netz auf­recht zu erhalten.
So müssen sie immer häu­figer die Leistung von Grund­last­kraft­werken anpassen. Bei diesem soge­nannten „Redis­patch“ werden kon­ven­tio­nelle Kraft­werke bei Strom­über­schuss gedrosselt und bei Mangel an Wind und Son­nen­schein hoch­ge­fahren. Außerdem halten die Über­tra­gungs­netz­be­treiber inzwi­schen einige Gigawatt an Reser­ve­kraft­werken vor, die bei hohem Strom­bedarf und gleich­zei­tigem Aus­bleiben von Wind- und Solar­strom gestartet werden – wie etwa bei der Dun­kel­flaute vom Januar 2017. Das alles bringt erheb­liche Kosten mit sich, die natürlich der Ver­braucher zahlt.
Dazu kommen noch Zah­lungen für nicht geleistete Arbeit. Wenn zu viel Öko­strom zur Unzeit ins Netz drängt, müssen vor allem Wind­räder zeit­weise her­un­ter­ge­regelt werden. Diese „Aus­fall­arbeit“ ist von etwa 100 Giga­watt­stunden im Jahr 2010 auf 4700 Giga­watt­stunden im Jahr 2015 ange­stiegen. Dafür wurden die Erzeuger mit 315 Mil­lionen Euro „ent­schädigt“.
Beim Betreiber Tennet, so der Chef Urban Keussen, trieben vor allem die „netz­sta­bi­li­sie­renden Not­maß­nahmen“ die Kosten in die Höhe. „Nur fünf Prozent sind durch den Netz­ausbau begründet.“ Für 2017 rechnet Keussen mit einem Anstieg der Netz­kosten um etwa 80 Prozent. Bei Trans­netBW in Baden-Würt­temberg werde der Anstieg bei rund fünf Prozent liegen. Der Grund liegt auf der Hand: Im Ländle gibt es nur wenige Wind­räder und Pho­to­voltaik-Anlagen, während Tennets Netz mit einem hohen Anteil vola­tiler Strom­erzeuger gesegnet ist.

„In den ver­gan­genen Jahren sind die Kosten für die Netz­sta­bi­li­sierung stetig angestiegen.“

In den ver­gan­genen Jahren sind die Kosten für die Netz­sta­bi­li­sierung stetig ange­stiegen (siehe Abbildung 2). Sie werden weiter steigen, wenn, wie geplant, die Zahl von Wind­rädern und Pho­to­voltaik-Anlagen wei­terhin wächst. Dazu kommen weitere Aus­gaben, um die Gebrechen vola­tiler Strom­quellen abzu­fangen: neue Über­land­lei­tungen, Smart Grids, Speicher … all das kostet.

2011 2012 2013 2014 2015
Kosten für die Abre­gelung nicht ver­wend­baren Stroms aus erneu­er­baren Energien (Ein­spei­se­ma­nagement) 33,5 33,1 43,8 183,0 478,0
Kosten für die regionale Ver­la­gerung von Kraft­werks­ein­sätzen (Redis­patch) 41,6 164,8 113,3 185,4 402,5
Netz­re­serve für den Fall, dass in Deutsch­lands Süden zu wenig fossile Kraft­werke am Netz sind 16,8 25,7 56,3 66,8 168,0
Ins­gesamt 91,8 223,6 213,3 435,2 1.048,5

Abbildung 2: Kosten für die Netz­sta­bi­li­sierung 2011–2015 (Quelle: Institut der deut­schen Wirt­schaft Köln, 04.12.2016).

Im schon erwähnten „Energie-Index“ von McK­insey werden für 2020 Netz­kosten von 27 Mil­li­arden Euro ange­setzt (davon 3 Mil­li­arden für Netz­ein­griffe), für 2025 sind es 31 Mil­li­arden Euro, inklusive 4 Mil­li­arden Euro für Netz­ein­griffe. Ob es dabei bleibt, ist fraglich. Die Diplom­in­ge­nieure Herbert Nie­der­hausen und Andreas Burkert sehen weitaus höhere Auf­wen­dungen für das Netz voraus, will man die Ener­gie­wende umsetzen. Die Poli­tiker, so schreiben sie in ihrem Buch3, müssten endlich sagen, dass es nicht mit „dem Bau von zusätzlich 1000 Kilo­metern oder 3600 Kilo­metern Frei­lei­tungs­strecke“ getan sei. Die Autoren schätzen vielmehr, dass es etliche zehn­tausend Kilo­meter an Über­tra­gungs­lei­tungen und, je nach Ausbau von Wind­kraft und Pho­to­voltaik, mehrere hun­dert­tausend Kilo­meter Lei­tungen im Ver­teilnetz erfordern würde. Kos­ten­schätzung: bis zu zwei Bil­lionen Euro!
Derart hohe Beträge scheinen sehr unwahr­scheinlich zu sein. Aller­dings zeigen Erfah­rungen mit der Ener­gie­wende, dass ihre Befür­worter stets nach dem Prinzip vor­gehen „Was inter­es­siert mich mein Geschwätz von gestern“. Auf­wen­dungen für die Ener­gie­wende werden erst einmal klein­ge­redet. Still­schweigend werden dann später die vielfach höheren Kosten über­nommen. Den Finanz­mi­nister freut es in jedem Fall. Er „ver­dient“ kräftig mit, jährlich über zehn Mil­li­arden Euro. Auf die Strom­lie­ferung ein­schließlich aller Umlagen und Abgaben kommt die Umsatz­steuer von 19 Prozent. Selbst die Strom­steuer wird versteuert.

Sub­ven­tio­niertes Ökostromdumping

Warum zahlen die Haus­halte so hohe Strom­preise obwohl Solar- und Wind­strom an der Leip­ziger Strom­börse Tiefst­preise erzielt? Ganz einfach, so erzählen die Ökos, die großen Strom­kon­zerne geben diese nicht an die Ver­braucher weiter. Das ist Unsinn. Tat­sächlich ist die Preis­ge­staltung eine ver­trackte Geschichte, bei der es nur einen Gewinner gibt: die Betreiber von Ökostromanlagen.
Der Vorgang ist Fol­gender: Die vier Über­tra­gungs­netz­be­treiber stehen immer wieder vor der Frage, wie sie große Mengen an erneu­er­barem Strom los­werden. Ablehnen können sie ihn nicht, da er per Gesetz mit Vorrang ein­ge­speist wird. Die Autoren Nie­der­hausen und Burkert sehen das deutsche Stromnetz deshalb nicht mehr als Versorgungs‑, sondern als Ent­sor­gungsnetz an. Ent­sorgen lässt sich der grüne Über­schuss­strom nur durch den Verkauf zu Min­dest­preisen an der Leip­ziger Strom­börse. Und je mehr grüner Strom erzeugt wird, desto nied­riger liegt der Ver­kaufs­preis. 2016 betrug er im Jah­res­schnitt rund drei Cent pro Kilo­watt­stunde. In den Win­ter­mo­naten liegt er höher; da scheint die Sonne nur kurz und bei ruhigem Win­ter­wetter pau­sieren auch die Wind­räder manchmal tagelang. Dafür fällt der Preis in den Som­mer­mo­naten, da dann kurz­zeitig große Mengen an Öko­strom ins Netz drängen.

„40 Mil­lionen Euro mussten die Netz­be­treiber zahlen, damit Kunden den zur Unzeit gelie­ferten Strom über­haupt abnahmen.“

Selbst negative Preise sind möglich. Der Netz­be­treiber zahlt Groß­kunden Geld, wenn diese ihm Strom abnehmen. So geschehen am Sonntag, dem 30. April dieses Jahres, als über 40 Gigawatt Öko­strom auf einen nied­rigen Fei­er­tags­ver­brauch trafen. Der Ver­kaufs­preis sank zeit­weise auf minus 10 Cent pro Kilo­watt­stunde. 40 Mil­lionen Euro mussten da die Netz­be­treiber zahlen, damit Kunden den zur Unzeit gelie­ferten Strom über­haupt abnahmen. All diese Beträge landen letztlich auf der Strom­rechnung der Haushalte.
Für drei Cent pro Kilo­watt­stunde wird der Strom an der Börse ver­ramscht, dank des zeit­weise reichlich vor­han­denen Öko­stroms. Der Ver­braucher aber zahlt wei­terhin das Zehn­fache. Wo ist der Pfer­defuß? Dass daran die Strom­kon­zerne schuld seien, ist die größte Lüge der Öko­lobby. Richtig ist, dass Strom aus Wind und Sonne einfach nicht mehr wert ist, da er dem Netz nicht bedarfs­ge­recht auf­ge­drängt wird. Richtig ist aber auch, dass die grünen Erzeuger davon keinen Nachteil haben. Sie erhalten stets die gesetzlich fest­ge­legte Ein­spei­se­ver­gütung, die prak­tisch immer über dem Ver­kaufs­preis liegt. Die Dif­ferenz zwi­schen Ver­gütung und Markt­preis (die EEG-Umlage) zahlt der Verbraucher.
Das ist Dumping. Man ver­kauft weit unter dem Her­stel­lungs­preis, um die Kon­kur­renten aus dem Feld zu schlagen. Wenn eine Firma so etwas macht, braucht sie viel Geld in der Hin­terhand, denn auch sie macht Ver­luste. Ein­facher geht es mit dem „sub­ven­tio­nierten Dumping“ der Öko­strom­pro­du­zenten. Sie greifen auf das Geld des Mil­lio­nen­heers von pri­vaten und gewerb­lichen Strom­ver­brau­chern zu, das inzwi­schen jährlich über 20 Mil­li­arden Euro an EEG-Umlage zahlt. Am meisten pro­fi­tieren Besitzer von Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen, deren Zahl ab 2008 dra­ma­tisch zuge­nommen hat. Damals lagen die Ver­gü­tungen des Solar­stroms noch zwi­schen 30 und 45 Cent pro Kilo­watt­stunde – garan­tiert für 20 Jahre. Der Erzeuger kann also beruhigt seinen Strom für drei Cent pro Kilo­watt­stunde ver­kaufen, denn er weiß: 27 Cent pro Kilo­watt­stunde erhält er später dazu.
„Das fossil-nukleare Elek­tri­zi­täts­system kommt pro­blemlos ohne die Öko­strom-Tritt­brett­fahrer aus. Umge­kehrt aber gilt dies nicht.“
Dieses Dumping mit Öko-Label schädigt nicht nur Strom­kunden, sondern das gesamte kon­ven­tio­nelle Elek­tri­zi­täts­system. Kern- und Braun­koh­len­kraft­werke, welche die Grundlast liefern, haben Strom­ge­ste­hungs­kosten von drei bis vier Cent pro Kilo­watt­stunde. Bör­sen­preise um drei Cent pro Kilo­watt­stunde führen dazu, dass Betreiber diese „auf Ver­schleiß“ fahren. Und neu gebaute Kraft­werke benö­tigen für einen wirt­schaft­lichen Betrieb Strom­ver­kaufs­preise zwi­schen fünf und acht Cent pro Kilo­watt­stunde und lassen sich unter diesen Bedin­gungen nicht mehr wirt­schaftlich betreiben.
Bei Ver­fechtern der Ener­gie­wende dürfte diese Ent­wicklung mehr als nur „klamm­heim­liche Freude“ aus­lösen. Aller­dings über­sehen sie, dass ohne die stabile Grundlage durch kon­ven­tio­nelle Kraft­werke die volatile Ein­speisung des Öko­stroms das Netz sofort zusam­men­brechen lassen würde. Das fossil-nukleare Elek­tri­zi­täts­system kommt pro­blemlos ohne die Öko­strom-Tritt­brett­fahrer aus. Umge­kehrt aber gilt dies nicht.
Hält man trotzdem an der Ener­gie­wende fest, sind weitere Strom­preis­treiber vor­pro­gram­miert. Dann müssen kon­ven­tio­nelle Kraft­werke sub­ven­tio­niert werden, damit sie Wind­räder und Pho­to­voltaik-Anlagen am Leben erhalten. So macht die Ener­gie­wende das, was sie am besten kann: neue Sub­ven­tionen erzeugen. Und damit den Strom­preis nach oben treiben.
 


Dieser Artikel ist zuerst bei Novo erschienen über­nommen von EIKE — Euro­päi­sches Institut für Klima & Energie